Das Projekt – Berliner Mischung 2.0

Im Herzen der pulsierenden Hauptstadt entsteht das neue „Quartier Heidestraße“. Mit dem Parlamentsbeschluss vom 08.09.2016 hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Bebauungsplan 1-62a verabschiedet. Die „Quartier Heidestraße GmbH“ entwickelt innerhalb dieses Bebauungsplans ein Areal von ca. 85.000 Quadratmetern Grundstücksfläche als Teil der innerstädtischen städtebaulichen Entwicklung „Europacity“.

Im Sinne der „Berliner Mischung“ soll dieses Stadtquartier als lebendiger neuer Kiez aus Wohn- und Bürogebäuden, Gewerbeflächen, öffentlichen Straßen und Plätzen sowie Grünflächen entwickelt werden. Cafés, Restaurants und ein Nahversorgungszentrum in der Quartiersmitte schaffen ein angenehmes, trendiges Wohn- und Arbeitsklima. Insgesamt sind im Quartier Heidestraße rund 175.000 Quadratmeter BGF Gewerbe- und Einzelhandelsflächen sowie rund 860 Wohnungen geplant – 25 Prozent davon als geförderter Wohnungsbau im Sinne des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung.

Die Lage – Vernetzte Stadt

Im nordwestlichen Teil von Berlin-Mitte gelegen, ist das Quartier Heidestraße verkehrstechnisch optimal angebunden. In nur 7 Minuten erreicht man mit dem Auto die Stadtautobahn und über den Tiergartentunnel in 5 Minuten den Potsdamer Platz und den südlichen Innenstadtbereich. Der Hauptbahnhof mit seinen zahlreichen Fernverbindungen befindet sich in fußläufiger Entfernung. Gerade mal 30 Minuten sind es von dort zum künftigen Flughafen BER. Darüber hinaus verkehren hier zahlreiche S-Bahnen, Busse und Straßenbahnen in alle Teile der Stadt. Seine hervorragende Lage macht den Standort ideal zum Leben und Arbeiten in Berlin.

Die Vision – Stadtquartier des 21. Jahrhunderts

In zentraler Lage entsteht eine neue moderne Mitte für die deutsche Hauptstadt. Diesem Anspruch soll auch das Quartier Heidestraße gerecht werden. Es wird die Ansprüche und Funktionalitäten demokratischer Urbanität in das Zeitalter der digitalen Moderne übertragen. Aus der Verknüpfung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit wird ein lebendiges Stadtquartier mit nachhaltig hoher Aufenthalts- und Lebensqualität entstehen.

Die Nutzung – Urbane Vielfalt

Die Trias aus Arbeiten, Einkaufen und Leben wird im Quartier Heidestraße zu einem einheitlichen Nutzungskonzept zusammengeführt. Gewerbe, Einzelhandel und Wohnen bestimmen die Sonder-, Gewerbe- und Mischgebiete des Areals.

  • Sondergebiet 37.900 m² BGF
  • Gewerbegebiet 113.800 m² BGF
  • Mischgebiet 117.100 m² BGF
  • Sondergebiet 37.900 m² BGF
  • Gewerbegebiet 113.800 m² BGF
  • Mischgebiet 117.100 m² BGF

Das Gewerbegebiet, welches das Quartier Heidestraße am westlichen Rand zu den Gleisen hin flankiert, wird geprägt von vielseitigen und flexibel nutzbaren Büro- und Gewerbeflächen. Das Sondergebiet, welches das topografische Herz nicht nur des Quartiers Heidestraße, sondern der Europacity insgesamt darstellt, wird sowohl Büro- und Gewerbe-, als auch Wohn- und vielseitig nutzbare Einzelhandelsflächen bieten. Eine solch lebendige Durchmischung charakterisiert ebenfalls die als Mischgebiet ausgewiesenen Bereiche des Quartiers Heidestraße, gemäß dem Motto: Wohnen, Arbeiten, Leben – mitten in Berlin. Weltoffen und zukunftsorientiert.

Das Umfeld – Teil der Europacity

Die Umgebung des Quartiers Heidestraße besticht durch ihre Vielseitigkeit. Hier sind Gebäude und Einrichtungen für Kultur, Politik, Tourismus, Wirtschaftsunternehmen und Medizin ebenso zu finden wie für Freizeit, Erholung und Wohnen. Der Großteil davon entsteht gerade neu oder ist in den vergangenen rund 10 Jahren errichtet worden: Der Berliner Hauptbahnhof (2006), der Tour Total (2012), Berlins derzeit „grünstes“ Bürogebäude HumboldthafenEins (2015) und die Zentrale des Stromnetzbetreibers 50Hertz (2016). 

Im Bau sind derzeit beispielsweise das Wohn- und Galeriehaus KunstCampus und der neue Berliner Sitz von KPMG.
Groß ist auch das Angebot in den angrenzenden Quartieren: Der Sportpark in der Lehrter Straße bietet fußläufig reichhaltige Sport- und Wellnessmöglichkeiten. Hamburger Bahnhof und Rieckhallen präsentieren internationale Kunst, in Wedding und Moabit blühen alternative Kulturangebote.

Die Geschichte – Zurück in die Zukunft

Wie Phönix im antiken Mythos der Asche entsteigt, strebt heute das Quartier Heidestraße aus märkischem Sand empor. Denn schon 1862 sah der Plan des damaligen Regierungsbaumeisters James Hobrecht an gleicher Stelle ein städtisches Quartier mit einer repräsentativ verbreiterten Heidestraße und einem zentralen Schmuckplatz vor. Doch nur wenige Jahre später, die Industrialisierung der Berliner Gründerzeit lief bereits auf Hochtouren, wurde das Gelände zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für die dynamisch wachsende Stadt benötigt.

Der Bau der Lehrter Bahn, deren Kopfbahnhof südlich der Invalidenstraße 1868 in Betrieb genommen wurde, verhinderte den Siedlungsbau. Im Hinterland des ehemaligen Lehrter Bahnhofs, wo heute das Quartier Heidestraße geplant ist, wurden ausgedehnte Anlagen für Güterumschlag und Bahnbetrieb errichtet. Doch der Zweite Weltkrieg legte große Teile der Bahnanlagen in Schutt und Asche, und mit dem Mauerbau 1961 wurde das Areal zu einer West-Berliner Randlage.

Von einer Transitzone zum neuen Stadtzentrum

In der Folge avancierte die Heidestraße, im Süden mit der so genannten Entlastungsstraße durch den Tiergarten verlängert, zu einer wichtigen Verbindung zwischen den nördlichen und südlichen Stadtteilen West-Berlins. 1983 wurde auf den Bahnflächen westlich der Heidestraße ein Containerbahnhof angelegt, der für das eingeschlossene West-Berlin eine wichtige bahnlogistische Funktion erfüllte.
Nach der Grenzöffnung intensivierte sich die Nutzung des Containerbahnhofs zunächst, bevor sie Ende 2003, nach Verlagerung der Funktionen in ein Güterverkehrszentrum, aufgegeben wurde. Erst mit der Eröffnung des Hauptbahnhofs Mitte 2006 rückte das Areal um die Heidestraße erneut ins Zentrum der Stadt.
Das heutige städtebauliche Konzept für das Quartier Heidestraße nimmt die ursprüngliche Planung James Hobrechts in modifizierter Form wieder auf. Angepasst an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsteht das neue Stadtquartier in der Tradition der „Berliner Mischung“ als Nutzungsmix aus Wohnen und Gewerbe. Wie schon im 19. Jahrhundert, steht die Heidestraße auch heute wieder für Gründungsgeist, Prosperität, Wachstum und die Zukunft der Stadt.

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